Lebenserwartung

 

Menschen mit Down-Syndrom haben heute eine insgesamt wesentlich höhere Lebenserwartung als früher.

Das liegt nicht nur an der besseren medizinischen Versorgung in der früheren Kindheit, sondern auch an den verbesserten Förder- und Behandlungsbedingungen während der ganzen Lebensspanne.

Während früher die Sterblichkeit mit bis zu 60 % bis zum Schulalter angegeben wurde, geht man heute davon aus, dass nur max. 5 % bis 10 % der Kinder mit

Down-Syndrom auf Grund massiver zusätzlicher Schädigungen im ersten Lebensjahr versterben.

Kinder über fünf Jahre haben heute eine annähernd normale Lebenserwartung.

 

Altersprozesse bei Menschen mit Down-Syndrom beginnen allerdings nicht selten früher und schreiten rascher voran als bei nicht oder anders behinderten Menschen.

Erwachsene mit Down-Syndrom unterliegen außerdem einem erhöhten Risiko, an der Alzheimer-Krankheit zu erkranken.

Alzheimer-Demenz oder andere demenzielle Erkrankungen treten allerdings nur bei etwa einem Drittel der Menschen mit Down-Syndrom auf; der überwiegende Teil wird heute 60 bis 70 Jahre alt oder älter, ohne klinische Anzeichen von Demenz zu entwickeln.